Sonntag, 22. April 2018

Rezi - Das Lied des Nordwinds von Christine Kabus


Inhalt:
Zwei Frauen, ein Geheimnis und eine unverhoffte Reise
Norwegen, 1905. Das Jahr, in dem das Land um seine Unabhängigkeit ringt, markiert auch für zwei sehr unterschiedliche Frauen einen Wendepunkt:
In Stavanger tritt Liv, ein Mädchen aus ärmsten Verhältnissen, eine Stelle als Dienstmagd an und muss schon bald die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen: Darf sie sich gegen ihren Dienstherren stellen, um einem kleinen Jungen zu helfen, den ein trauriges Schicksal erwartet? Auch für die junge Gräfin Karoline im fernen Schlesien steht ihre Existenz auf dem Spiel. Der Familienbesitz würde an einen entfernten Verwandten gehen, wenn ihr schwerkranker Mann ohne Erben stirbt. Als sie erfährt, dass er kurz vor der Hochzeit in Norwegen ein Kind gezeugt hat, schmiedet sie einen abenteuerlichen Plan ...

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 624 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: 1. Aufl. 2018 (29. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 340417643X
ISBN-13: 978-3404176434
Originaltitel: Norwegenroman 5
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 4 x 18,5 cm

Meine Meinung:
Ich bin so froh, wieder nach Norwegen zu reisen. Vielen lieben Dank an Christine Kabus und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.
Da sich die Autorin immerzu starker weiblicher Protagonisten bedient, begegnen wir auch hier wieder zwei besonderen Frauen, die für sich einstehen und für das, was sie lieben einstehen. Wir begleiten hierbei Liv, die eine große Chance bekommt, aber dafür ihr Herz verraten muss und zugleich auch Karoline, die für die Wahrheit eine sehr weite Reise auf sich zu nehmen bereit ist.
Ich muss zugeben, mich haben beide Schicksale auf ihre Weise berührt, sodass ich bereit war für beide zu kämpfen. Okay, eher mit beiden gemeinsam. Es gab sehr viele Momente, wo ich sie am liebsten einfach in die Arme gezogen und vor der Welt beschützt hätte. Jedoch war dies leider nicht möglich, sodass ich nur vor den Seiten bei ihnen habe bleiben dürfen. Mit jeder Seite, die dem Ende näherschritt wuchs auch mein persönliches Leid, denn ich wollte nicht das es aufhört, wollte so lange es nur ging bei Karoline und Liv verbringen.
Da es bereits mein zweites Buch von Christine ist, kann ich nur so viel sagen: Ich muss noch so viel nachholen! Sie schreibt einfach so göttlich, das man sich direkt mit auf die Reise begibt, egal ob man es geplant hat oder nicht. Mich nimmt sie jedenfalls immerzu mit, sodass es einem Kurzurlaub in einer anderen Zeit gleicht.
Und da ich so fasziniert von ihrer Geschichte und den darin enthaltenen Schicksalen bin kann ich hier nur volle 10 Rosenblätter fallen lassen. Ihr müsst das unbedingt lesen!

Rezi - Die Spiegel von Kettlewood Hall von Maja Ilisch


Inhalt:
Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? Düster-romantische Gothic Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch: Gaslight-Fantasy vom Feinsten!
Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Knaur TB (3. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426520788
ISBN-13: 978-3426520789
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,2 x 18,8 cm

Meine Meinung:
Allein der Klappentext hat mich hier bereits in seinen Bann ziehen können. Kündet er doch von einer wundervoll düsteren Geschichte, die von der Autorin passenderweise auch ins 19. Jahrhundert versetzt worden ist. So wurde bereits eine unglaublich gute Basis geschaffen.
Auch der Schreibstil hat mir hier sehr gut gefallen, denn er sorgte dafür, das man gut ins Buch einsteigen konnte, beschrieb die Gegebenheiten unglaublich schön ohne allzu opulent zu wirken. Genau das was ich mag eben. Vor allem auch, das die Autorin hier einen wundervollen roten Faden durch die Story gezogen hat, hat sie sehr für mich eingenommen.
Iris jedoch bin ich aus einem mir bis jetzt unbekannten Grund immer mit Vorsicht begegnet. Dabei ist die Geschichte, die sich um sie herum wickelt, wirklich spannend und mit dem gewissen Touch gruseliger Stimmung versehen. Gut, vieles von dem, was ihr in dem Herrenhaus passiert, hätte es wahrscheinlich in der rein historischen Bewertung nie so gegeben.
Warum sollte man die uneheliche Tochter, dessen Mutter noch dazu eine Magd war, so freundlich und überschwänglich aufnehmen? Im Idealfall wäre sie umgehend wieder aus dem Haus geschickt worden, vielleicht mit ein paar Münzen abgespeist worden, aber das? Das hat mir dann irgendwie nicht so wirklich gut gepasst. Aber gut, da hier Fantasy eine gewisse Rolle spielt, kann man mehr oder minder auch darüber hinwegsehen.
Okay, man vielleicht, mir hat das dann doch ein bisschen sauer aufgestoßen, weil es in dem Moment meine Vorstellung zerbrochen hat. Dennoch war es eine solide Geschichte mit einer großartigen Idee (nein, ich verrate bewusst nichts, da hier selbst lesen sollt), die für mich ziemlich gut ausbaufähig ist.
Daher habe ich mich entschieden, hier ganze 8 Rosenblätter fallen zu lassen, einfach weil mich das Buch gut unterhalten konnte, aber dennoch nichts allzu schweres war.