Sonntag, 21. Mai 2017

Rezi - Das Buch der Gefühle von Tiffany Watt Smith

Inhalt:
Endlich haben wir Worte für all unsere Emotionen
Manche Gefühle sind überwältigend, der Schrecken, wenn das Auto ins Schleudern gerät, oder die Euphorie, wenn man sich verliebt hat. Andere sind flüchtiger. Wenn Sie eine Überraschung für einen geliebten Menschen planen, empfinden Sie Vorfreude, aber auch eine leichte Angst. Was, wenn das Geschenk nicht gefällt? Oder: das kurze Behagen, wenn wir im Supermarkt nach einer vertrauten Ware greifen. Und dann gibt es Gefühle, vor denen wir am liebsten davonlaufen würden: die Eifersucht, die einen dazu bringt, die Taschen des Partners zu durchwühlen, oder die Scham, die sich zur Selbstzerfleischung steigern kann.
Viele Hirnforscher meinen, dass sich die menschlichen Gefühle auf sechs oder acht Empfindungen reduzieren lassen. Das ist viel zu wenig, meint Tiffany Watt Smith. Und so geht sie weltweit auf Suche. Plötzlich bekommen auch bei uns unbenannte Emotionen einen Namen und eine Geschichte. In Japan etwa gibt es ein eigenes Wort für das Unbehagen, wenn man jemandem zu sehr verpflichtet ist: Oime. Die Aborigines haben 15 Begriffe für Angst. Die Inuit haben ein eigenes Wort für das zappelige Warten auf Besuch: Iktsuarpok. Auch deutsche Begriffe, die inzwischen international verwendet werden, wie Torschlusspanik oder Wanderlust, finden ihren Platz.

Informationen zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (7. April 2017)
Sprache: Deutsch, Englisch
ISBN-10: 3423281219
ISBN-13: 978-3423281218
Originaltitel: The Book of Human Emotions. An Encyclopedia of Feeling From Anger to Wanderlust
Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 2,7 x 21,6 cm

 
Meine Meinung:
Dieses Buch kam völlig überraschend bei mir an, was mich unglaublich gefreut hat, denn wer denkt nicht über seine Gefühle nach? Ich tue es jedenfalls unglaublich oft und manchmal habe ich das Gefühl, dass sie einem Irrgarten gleichen.
Ich folge einem Gefühl und gerate in eine Sackgasse, danach folge ich dem nächsten und gerate in die nächste Sackgasse. Und dann geht es immerzu so weiter. Aber um genau das zu vermeiden, ist dieses Buch ein wahrer Schatz, denn es hat ein wahres Füllhorn an Gefühlen im Gepäck und jedes einzelne davon klärt darüber auf, wie man diesem begegnen soll.
Schön gemacht finde ich hier auch die vielen Anekdoten zu den einzeln aufgeführten Gefühlen und die Art wie die Autorin diese dem Leser beschreibt. Das wars auch eigentlich schon, was man hier sagen kann, denn dieses Buch kann man sonst nur auf persönlicher Ebene weitergeben, was hier wohl viel zu weitreichend sein würde. Man könnte es unter psychologischem Aspekt besprechen, unter gesellschaftlichem Aspekt oder auch unter ganz persönlichem Aspekt. Aber immer wäre die Botschaft eine andere, da jeder von uns einzigartig ist und auch einzigartig fühlt.
Deswegen kann ich hier auch nur eine Empfehlung an diejenigen aussprechen, die sich näher mit dem Spektrum menschlicher Gefühle beschäftigen möchten. Für euch und jeden den es sonst noch anspricht wird dieses Buch eine unglaubliche Bereicherung sein.
Allerdings fällt es mir hier schwer, überhaupt eine Bewertung zu treffen. Doch würde ich es auf mich persönlich münzen, so würde ich mich hier dazu entscheiden ganze 10 Rosenblätter fallen zu lassen, denn ich habe dadurch begriffen, welchem Gefühl ich folgen möchte und/oder sollte und vor welchem ich mich lieber in Acht nehmen sollte, da es sehr trügerisch daherkommt.

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