Dienstag, 7. Februar 2017

Rezi - Helix von Marc Elsberg

Inhalt:
Haben Sie die Gene zum Überleben?
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

Informationen zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 648 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (31. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505648
ISBN-13: 978-3764505646
Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4,8 x 22,3 cm

 Meine Meinung:
Dieses Buch war mein Erstes von Marc Elsberg und an sich war ich ehrlich gesagt positiv erstaunt darüber. Vom Thema her ist es wirklich unheimlich spannend erdacht, sodass es leicht sein sollte, den Leser zu fesseln. Forschung an sich ist eh sehr weit, daher ist es auch nicht einmal sehr weit hergeholt, was der Autor hier beschreibt.
Trotzdem hat mir hier sehr viel gefehlt. Angefangen bei der Empathie zu seinen Figuren, die mir nämlich alles andere als zugänglich erschienen, sondern nur blasse Karikaturen zu sein schienen. Keine davon ist mir so wirklich tiefgehend im Gedächtnis geblieben, woran mitunter auch einige recht merkwürdig konstruierte Handlungsstränge die Schuld tragen.
Klar da steht zwar Thriller drauf, aber auch da sollte ein Mindestmaß an rotem Faden erkennbar sein und nicht einfach eine Verfolgungsjagd die nächste aufkommen lassen ohne Sinn und Verstand aneinandergereiht, sodass man als Leser irgendwann der Meinung sei, hier wüsste der Autor nicht mehr weiter, sodass dies einfach nur als Lückenfüller fungiert. Zumindest kam ich mir so vor, was ich echt mega schade fand, denn hier hätte man definitiv so viel mehr daraus machen können. Selbst bei den wissenschaftlichen Beschreibungen wären einige Details glaubwürdiger herübergekommen, hätte man sie besser recherchiert, denn diese klangen für mich ziemlich Laienhaft und teilweise selbst erdacht, was mir dann auch den Lesefluss genommen hat, sodass ich es in etwa bei der Mitte daraufhin auch abgebrochen habe.
Alles in allem war es zwar ein sehr interessant gemachtes Thema, was mich jedoch schriftstellerisch nicht für sich einnehmen konnte. Deswegen lasse ich hier auch nur 4 Rosenblätter fallen.
Wie fandet ihr es denn?

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