Sonntag, 18. Dezember 2016

Rezi - Girl on the Train von Paula Hawkins

Inhalt:
Der Nr.-1-Bestseller aus England und den USA!
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...

Informationen zum Buch:
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505222
ISBN-13: 978-3764505226
Originaltitel: The Girl on the Train
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,7 x 21,6 cm

Meine Meinung:
Da ich jeden Tag Zug bzw. eigentlich eher U-Bahn fahre, war klar, dass ich es lesen muss, denn immerhin gibt es so gewisse Parallelen. Auch weil ich den Film unbedingt sehen möchte, hab ich mir dieses Buch geschnappt, denn immerhin sollte man ja eigentlich das Buch vor dem Film lesen und nicht im Nachhinein. Nun ja, hier hätte ich mir getrost die Lesezeit sparen können, denn dadurch, dass es sich eher wie ein Tagebuch als ein Thriller liest kommt kaum bzw. selten richtige Spannung auf.
Wobei ich die Idee an sich wirklich gelungen finde. Wer beobachtet denn bitte nicht die Umgebung um sich herum, wenn er denn mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist? Mir selbst zumindest ergeht es immer so, wenn ich mal nicht gerade lese oder mich mit einem Kollegen unterhalte. Daher hat mich allein das Thema schon enorm fasziniert.
Rachel allerdings empfand ich als ziemlich unsympathische Protagonistin, denn dadurch, dass sie sich selbst verleugnet, verliert sie sich in ihrer eigenen Welt, die nicht immer gut für sie selbst ist. Es gelingt ihr einfach nicht, Tom (ihren Ex) loszulassen und so verliert sie sich im Alkohol. Ziemlich viel sogar, was mitunter ihre Gedankenwelt beeinträchtigt und sie impulsiv wirken lässt. Deswegen hatte ich mit ihr des Öfteren einfach nur Mitleid und hätte sie am liebsten zum Psychiater geschickt, denn das hat sie bitter nötig.
„Jess“ ist da zwar zugänglicher, aber auch sie ist mehr oder minder eine Person, die ziellos im Leben umherirrt und dadurch nicht weiß, was sie mit sich und ihrer Zeit anfangen soll. Auch das hat mir das genießen so ziemlich erschwert, aber dennoch habe ich mich nicht unterkriegen lassen und durchgehalten. Naja gut, ich muss zugeben, dass ich nach etwa einem Drittel keinen Elan mehr verspürt habe, Rachel weiterhin zu begleiten, denn sie wurde nicht besser. Dafür hat sich das Buch echt gut und schnell gelesen, denn wirklich schwer verständlich war es nicht, was aber kein wirklicher Trost war.
Deswegen möchte ich hier auch nur 3 Rosenblätter fallen lasse, weil mich das Buch so überhaupt nicht in seinen Bann hat ziehen können.

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