Montag, 1. August 2016

Rezi - Das kastilische Erbe von Ulrike Schweikert

Inhalt:
Zwei außergewöhnliche Frauen – vom Schicksal vereint
In einem Antiquariat stößt die Münchner Journalistin Isaura auf ein altes Buch, dessen Autorin sich »La Caminata« nennt. Die Worte erscheinen ihr seltsam vertraut, und sie ist fasziniert von der Geschichte der jungen Hofdame Jimena, die im 15. Jahrhundert an der Seite von Isabel von Kastilien lebte. Isaura begibt sich auf Spurensuche in Spanien, und kommt in dem kleinen Städtchen Tordesillas einem jahrhundertealten Geheimnis auf die Spur, das sie tief in ihre eigene Familiengeschichte führt …

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442372410
ISBN-13: 978-3442372416
Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 4,8 x 18,8 cm

Meine Meinung:
Dieses Buch wurde mir von Ronja von ‚Bücherstöberecke‘ wärmstens empfohlen. Okay, ihr dürft sie euch eher wie ein Teufelchen auf der Schulter vorstellen, das dauernd sagt ‚Lies das!‘. Also habe ich dem nachgegeben und das Buch bei blanvalet angefragt, an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an den Verlag, dass ich es zur Rezension habe lesen dürfen.
Man wird am Anfang direkt in die Geschichte hineingezogen, weil der Prolog unglaublich aussagekräftig und bildgewaltig ist und eine wirklich große Faszination auf mich ausgeübt hat. Allerdings hab ich mich ein bisschen verwirrt gefühlt, da ich nicht direkt wusste, dass es sich im Prolog um einen Traum der Protagonistin Isaura handelte.
Diese ist neben der Hofdame Jimena auch die Hauptprotagonistin. Beide sind auf ihre Weise wirklich interessante Personen. Während Isaura im heutigen München lebt, erleben wir mit Jimena alles im mittelalterlich geprägten Kastilien mit. Dabei war mir persönlich Jimena sympathischer als Isaura, was vor allem auch an ihrer Gabe und ihrer Art zu denken lag. Isaura erscheint mir deswegen auch etwas sehr eingefahren in ihrer Denkweise, was sie für mich auch etwas anstrengend hat werden lassen. Alles in allem haben die beiden mich jedoch super und wunderbar durch ihre jeweiligen Zeitalter geführt.
Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch vor allem der unglaubliche Reichtum an detailgetreuen Erklärungen und Beschreibungen, die in mir einen Film von unglaublicher Intensität haben entstehen lassen. Vor allem aber werde ich definitiv noch mehr von dieser Autorin lesen, denn dieses Buch hat mir gezeigt, wie viel sie schriftstellerisch draufhat und wie stark sie mich doch in ihren Bann ziehen kann. Vor allem interessant waren hier die Aspekte der historischen Seite und die Mischung von Fakt und Fiktion. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die historischen Kapitel eher in einer umgänglichen Sprachform geschrieben waren, hier hätte ich mir gewünscht, dass man dies dem zugehörigen Jahrhundert angepasst hätte.
Deswegen möchte ich für dieses Buch auch ganze 8 Stöberkisten vergeben. Punktabzug gab es hier einzig und allein für die ein oder andere Länge, die wirkte, als solle das Buch ein wenig in die Länge gezogen werden.

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