Donnerstag, 5. Mai 2016

Rezi - Zoo: Sie werden dich finden von James Patterson

Inhalt:
Seit Jahrhunderten herrschen die Menschen über die Tiere. Doch nun schlagen sie zurück ...
Jackson Oz, ein junger New Yorker Evolutionsbiologe, beobachtet seit einiger Zeit ein ungewöhnliches Verhalten bei Tieren: Überall auf der Welt fallen sie über Menschen her, und töten diese mit einer nie zuvor dagewesenen Brutalität. Oz fürchtet, dass sich das Problem zu einer massiven Bedrohung für die gesamte Menschheit ausweiten könnte. Zunächst nimmt ihn niemand mit dieser Theorie ernst, doch dann häufen sich die Vorfälle. Gemeinsam mit der Umweltforscherin Chloe setzt Oz alles daran, die Mächtigen dieser Erde zu überzeugen, dass sie handeln müssen. Doch die Tiere werden immer aggressiver ...

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442484294
ISBN-13: 978-3442484294
Originaltitel: Zoo
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,2 x 19 cm

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich eher durch die bei Pro7 ausgestrahlte TV Serie gekommen. Ich fand die Thematik unheimlich spannend und wollte daher außer der Serie (die bis auf ein paar logische Fehlgriffe wirklich zu empfehlen ist) auch unbedingt das Buch lesen. Daher ein riesengroßes Dankeschön an den Goldmann Verlag, der es mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Es beginnt damit, dass Tiere, deren Verhaltensweisen man eigentlich in uns auswendig kennt, plötzlich durchdrehen und ein über aggressives Verhalten an den Tag legen. Den Menschen ganz plötzlich bewusst bedrohen, statt ihn als Freund oder lästiges affenähnliches Etwas zu sehen. Allein diese Tatsache finde ich wirklich gut gewählt, denn das wäre wirklich vorstellbar.
Das kam besonders gut herüber, weil die Kapitel in denen es um das Verhalten der Tiere und die Gefühle derer, die dadurch bedroht gewesen sind, in der erzählenden Perspektive gehalten worden sind. So bekam ich als Leser sehr vieles mit, wo der Protagonist Jackson Oz (wie auch in der Serie) noch im Dunkeln tappte.
Ihn mochte ich im Buch aber nicht so wirklich, da durch seine wirren Gedankensprünge auch die Handlung mehrfach verzögert worden ist. Für mich hat er einfach den typischen verrückten Wissenschaftler verkörpert, statt hier wirklich geradlinig durchzumarschieren, wie ich es mir eben gewünscht hätte. Auch seine Gefühlswelt ließ sich durch die Ich-Perspektive teilweise wenig gut nachverfolgen, eben, weil er selbst solche großen Gedankensprünge mit hineinbrachte.
Chloe hingegen empfand ich als wirklich tollen Charakter, da sie ihm hilft, seine Gedanken zu ordnen und durch ihren unerschütterlichen Glauben an ihn auch eher eine Art ‚Licht in der unwiederbringlichen Dunkelheit‘ dargestellt hat (sie ist auch ganz anders als in der Serie).
Schade fand ich auch, dass knapp 2 Drittel des Buches extrem in die Länge gezogen worden waren und es nur im letzten verbleibenden Drittel wirklich an Spannung zugelegt hatte bzw., dass es nur in diesem letzten Drittel wirklich an Fahrt aufgenommen hat. Allerdings war der große Pluspunkt hier, dass kein Kapitel länger als 5 Seiten lang war, so ließ es sich fast in einem Rutsch durchlesen.
So war es alles in allem ein Buch mit einer spitzenmäßigen Grundidee, das aber in der Umsetzung eher mäßig herüberkam und noch viel Luft nach oben hat. Daher vergebe ich hier ganze 3 Stöberkisten die sich allein darauf beziehen, dass es sich so toll hat lesen lassen und die Idee an sich wirklich wahnsinnig originell war.
Empfehlen möchte ich es nur denen, die die Serie gesuchtet haben und nun auch das Buch kennenlernen möchten.
 

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