Sonntag, 6. März 2016

Blog-Tour "Chronische Erkrankungen: Diabetes"

Hallo und herzlich Willkommen zu einer etwas anderen Blog-Tour.

Sicher kennt ihr mich bereits ein bisschen anders, wesentlich buchiger und das alles. Heute möchte ich euch aber eine andere Seite von mir zeigen. Eine Seite, die mit etwas kämpft, was für euch selbstverständlich ist.
Für mich ist es das jedoch nicht, denn ich muss aufpassen, wie viel Zucker/Fruchtzucker ich zu mir nehme. Das hat auch einen ganz bestimmten Grund:

Ich leide an Diabetes!

Das wurde bei mir vor etwa eineinhalb Jahren festgestellt. 
Eigentlich war es Routine diese Blutabnahme zu machen, aber dann, da eine Vorbelastung innerhalb der Familie existiert, wurde auch daraufhin getestet. Leider wurde dabei auch meine Diabetes festgestellt.
Damit zu leben ist jedoch nicht wirklich einfach. Sachen die ich früher als selbstverständlich sah, gingen auf einmal nicht mehr. Schokolade kann ich kaum bis gar nicht mehr essen, weil der Zucker darin dazu führt, das ich anfange unkontrolliert zu zittern und meine Motorik dadurch schwerer zu kontrollieren ist.
Könnt ihr euch das vorstellen?
Ich konnte das auch nicht. 

Leider musste ich daraufhin meine Ernährung komplett umstellen. Fett wird jetzt möglichst gemieden (sofern möglich), Zucker und Fruchtzucker möglichst wenig zu mir genommen und auch mehr Gemüse als Obst (immerhin muss ich auch auf den Fruchtzucker achten).

Allerdings muss ich jetzt doch ein bisschen ausholen.
Warum ist das so?
Ganz einfach, diese Krankheit führt dazu, das der Blutzucker, der aufgenommen wird, nicht mehr richtig verarbeitet werden kann. Das heißt also, das die Bauchspeicheldrüse damit entweder nicht mehr hinterher kommt oder aber diese Umwandlung gar nicht mehr geht.
Und ist sie einmal da, geht sie nicht mehr weg, herauszögern ist jedoch möglich.

Genau das tue ich derzeit. Ich weiß das sie lauert, aber dennoch muss ich weder mit Tabletten dagegen ankämpfen, noch mit Spritzen. Darüber bin ich auch sehr froh, denn zum einen hab ich wahnsinnige Angst vor Spritzen und zum anderen kann ich kein Blut sehen.
Sehr gute Vorraussetzungen *zwinker*

Aber da werde ich definitiv durch müssen.
Im Moment dämme ich es mit ausgewogener und zuckerarmer Ernährung und Sport ganz gut ein.
Was aber nicht heißt, das es mir immer gut geht. Ich werde schneller krank und behalte Erkältungen länger als normal, da es auch das Immunsystem schwächt.
Psychisch ist es wirklich gemein, denn wenn man Dinge sieht, von denen man weiß, man darf sie nicht mehr, zweifelt man auch mal an sich selbst und dem eigenen Durchhaltevermögen. Und das Einkaufen wird zur Qual, denn ich kann mir nicht einmal mehr einen leckeren Geburtstagskuchen aus der Kühlung mitnehmen.
Bäcker? Ganz gefährliches Gebiet!
Mal eben zum großen gelben M? Sollte ich nach Gelegenheit vermeiden, ebenso wie seinen Kollegen den König selbst.

Einschränkungen über Einschränkungen und da soll man noch nen lustiges Gesicht aufsetzen? Sarkasmus geht da teilweise, aber auch nur recht selten, denn wenn man so ein tolles Bild von leckeren Donuts sieht, diese aber nicht mehr essen sollte, knackst das sehr.

Wie komme ich also durch den Alltag?
'Scheuklappen' beim Einkaufen aufsetzen und hoffen das man nicht doch mal zu einer "roten" Sache greift. Jetzt fragt ihr euch sicher warum ich "rote" Sache sage. Das hat sogar einen ganz bestimmten Grund. Ich habe ein Büchlein dabei, bei dem Lebensmittel ampelartig in 3 Kategorien eingeordnet worden sind.

Rot - Besser die Finger davon lassen!
Gelb - Kann ich nehmen, sollte ich aber nicht bzw nicht so viel!
Grün - Ich kann so viel davon nehmen wie ich möchte!

Eine kleine 'Diabetes-Ampel' für unterwegs und ich empfinde sie bereits jetzt als kleiner Lebensretter.
Immerhin rettet es mich wirklich vor dem ein oder anderen Kaufleichtsinn.

Okay, ich glaube jetzt könnt ihr euch das ein wenig besser vorstellen.
Bewusst habe ich jegliche Bezüge zu Wikipedia und wie sie alle heißen herausgelassen, denn ihr solltet kennenlernen wie ich damit umgehe. Darüber lesen könnt ihr ja von selbst, solltet ihr neugierig auf dieses Thema geworden sein.

Aber HIER solltet ihr definitiv mal einen Blick drauf werfen, denn Lisa erzählt wirklich sehr schön von ihren Erfahrungen mit Typ 1 Diabetes.


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