Montag, 28. Dezember 2015

Rezi - MUC von Anna Mocikat

Inhalt:
München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426515407
ISBN-13: 978-3426515402
Größe und/oder Gewicht: 13 x 3,5 x 21,2 cm

Meine Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich wirklich sehr gefreut, weswegen ich überaus dankbar war, dass der Verlag Droemer Knaur es mir zur Rezension versandt hat. Allerdings war dies, dass Einzige, welches dem Buch hier zu Gute kommt. Hereingefunden hab ich nämlich so gar nicht.
Emotional in das Buch gezogen werden, konnte ich so gar nicht, bis ich irgendwann sogar eine Art ‚Kriegsbeil‘ ausgegraben habe und eher alles tat, um das Buch gar nicht erst lesen zu müssen bzw. ich mich gequält habe, überhaupt eine Seite zu schaffen.
Spannungstechnisch war es nämlich so gar nix. Alles, was schnell an Spannung aufgebaut worden ist, wurde ganze zwei Sätze später wieder in den Sand gesetzt, damit die Protagonistin ja ein einfaches Vorankommen hat. Von der erfährt man allerdings wirklich sehr wenig und das, was man erfährt, wird gefühlt tausend Mal unbegründet wiederholt. So habe ich die Protagonistin selbst als weinerliches und ängstliches kleines Mädchen kennengelernt, das zum ersten Mal in die große und weite aber kaputte Welt hinausgehen will, ohne überhaupt einen Plan zu haben. Da sie auf mich überaus naiv wirkt (was sie eher besser in ein völlig anderes Genre passen lässt), mochte ich sie so gar nicht.
Dabei half auch der Schreibstil jetzt nicht wirklich, denn es hat sich angefühlt, als müsste man sich mit dem eigenen Mathebuch beschäftigen. Man konnte sich alles super vorstellen, aber es waren einfach nur emotionslos dahingeschriebene Erklärungen gewesen, die mich absolut nicht erreicht haben.
So habe ich eher früher als später für mich (und meine Nerven) beschlossen, dieses Buch abzubrechen. Genau deswegen vergebe ich hier nur 1 Stöberkiste. Eigentlich schade, denn Dystopien sind an sich etwas Tolles, aber dann sollten diese mich auch wirklich mit sich reißen können, direkt von Seite 1 an. Das war hier jedoch nicht der Fall, somit meinerseits keine Lese-Empfehlung.
 

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