Donnerstag, 1. Oktober 2015

Rezi - Krähenmädchen von Erik Axl Sund

Inhalt:
Wie viel Schreckliches kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?
Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Die Trilogie:
"Krähenmädchen" (Band 1 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im Juli 2014 erschienen.
"Narbenkind" (Band 2 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im September 2014 erschienen.
"Schattenschrei" (Band 3 der Victoria-Bergman-Trilogie) ist im November 2014 erschienen.

Informationen zum Buch:
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Goldmann; Auflage: Deutsche Erstausgabe. (21. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481171
ISBN-13: 978-3442481170
Originaltitel: Kråkflickan
Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 4,3 x 21,6 cm


Meine Meinung:
Ich hätte niemals gedacht, welche Wendung dieses Buch nehmen würde. Niemals, niemals, niemals…
Aber ich glaub ich fang mal lieber am Anfang an, bevor ich euch hier weiter zu jammere.
Dieses Buch hab ich von Crisi bekommen und es hat ne Weile gebraucht, bis ich wirklich Lust dazu hatte, es zu lesen. Deswegen hat es eine ziemlich lange Zeit auf meinem SuB verbracht und dann, als ich so unglaublich große Thriller-Leselust entwickelt hab, hab ich es mir geschnappt und damit begonnen.
Wenn man bedenkt, dass da Psychothriller draufsteht, fängt es dennoch recht unspektakulär an, aber vom Erzählerstil ist es dafür wirklich grandios. Das Stockholm, was hier erschaffen worden ist, ist wirklich äußerst düster und man könnte fast meinen, man wäre in eine Art Gothic-Parallel-Welt des bekannten Stockholm gestolpert, was mir persönlich hier auch sehr gut gefallen hat, denn es fügt sich perfekt in das Bild der Story ein.
Auch die Figuren tragen jeder ihre eigene Last, was noch einmal das Sinnbild der Geschichte verdeutlichen soll, wie ich denke. Die Polizistin Jeanette hat es schwer, zum einen hat sie oft mit familiären und finanziellen Problemen zu kämpfen, zum anderen läuft es auf beruflicher Ebene auch nicht so toll, so dass sie Merkmale einer Depression aufweist. Allerdings wird ihre Persönlichkeit auch wirklich gut beleuchtet in diesem ersten Band, sodass ich sie zum einen mochte, zum anderen jedoch hat mich etwas an ihr gestört, dass ich jedoch in diesem Teil nicht so wirklich fassen konnte. Daher hoffe ich, dass ich es in den weiteren Teilen noch finden werde.
Dann haben wir noch Sofia Zetterlund.
Sie ist die Psychologin, die eine ziemlich wichtige Rolle in diesem Band spielt. Sie ist mir sofort ans Herz gewachsen, denn ihre Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Außerdem war sie wirklich zugänglich und ihre Praxis und deren Patienten waren für mich das Spannendste an der Story gewesen. Ich habe sozusagen aufgesogen was gesprochen wurde und wie die Behandlung jedes einzelnen Patienten verlief.
Aber dann kam diese Wendung mit der ich niemals, niemals, niemals gerechnet hätte. Dort wurde mir sprichwörtlich der Boden unter den Füßen weggezogen und das sanfte Mitziehen wurde zu einem Ozean, in dem ein Sturm der Gefühle tobte. Für mich eine absolut gelungene Wendung, die wirklich Lust auf mehr macht, deswegen hoffe ich, schnell die anderen Teile lesen zu können.
Jedoch fällt es mir hier sehr schwer, mich auf eine Bewertung festzulegen, denn zum einen liebe ich es und zum anderen fand ich es wirklich nur okay. Naja ich glaube dennoch, dass dieses Buch die 8 Stöberkisten wirklich verdient hat, denn für alle die sich mit Psychologie beschäftigen ist es ein definitives Lesemuss. Allerdings finde ich, dass eingefleischte Thrillerfans hier eher enttäuscht sein könnten, eben, weil es so anders ist als das, was man so kennt.
Aber wie immer der Vermerk: Um euch ein Urteil zu bilden, lest selbst und sagt mir, wie ihr es fandet!

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