Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezi - Die Erbin von Simona Ahrnstedt

Inhalt:
Die Schwedin Natalia De la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas. Doch obwohl sie in die schwedische Oberschicht und eine Welt grenzenlosen Wohlstands hineingeboren wurde, musste sie sich diesen Erfolg hart erarbeiten. Ihr höchstes Ziel ist es, einen Platz im Aufsichtsrat des milliardenschweren Familienunternehmens Investum und somit auch endlich die Anerkennung ihres patriarchalischen Vaters zu gewinnen. Als Natalia aus heiterem Himmel von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, ist sie zwar misstrauisch, vor allem aber eins: neugierig. Sie lässt sich auf das Treffen ein und ist überrascht, wie überwältigend die Anziehungskraft zwischen ihr und David ist. Doch was sie nicht weiß: David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen. Und die letzte Schachfigur, die er bewegen muss, um diese zu begleichen, ist Natalia …

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (1. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802599454
ISBN-13: 978-3802599453
Originaltitel: En enda natt
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 4,4 x 21,6 cm


Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich allein schon durch das atemberaubend schöne Cover aufmerksam geworden. Es ist mir direkt ins Auge gefallen, denn es sieht wirklich aus, als würde eine Prinzessin sich des Abends durch das lichtdurchflutete Nachtleben ihrer Stadt bewegen. Wenn man das Buch jedoch liest, kommt dieser Glanz nicht wirklich zustande, denn es geht zum Großteil um Finanzen, aber ich greife mir schon vor.
Wir lernen hier den Finanzhai David Hammer kennen, der plant, das Familienunternehmen ‚Investum‘ zu Fall zu bringen und auch bereit ist, ganze Familien dem Erdboden gleich zu machen, dabei ist er scheinbar geplagt von immer anwesender Rache. Anerkennung? Nun ja, sicher bin ich mir diesbezüglich noch immer nicht, denn bis auf, dass er fantastisch aussieht und dazu noch überragend im Bett ist, kam hier nicht viel durch. Hey, der Kerl wurde perfekt beschrieben, absolut immer und das kann der ja schlecht sein, also absolut perfekt. So passt das nicht, denn irgendwie hatte ich hier ständig Christian Grey vor Augen, da der ja auch so perfekt beschrieben worden ist.
Dann gibt es da noch Natalia, die kleine graue Maus bzw. mehr oder weniger begünstigte Gräfin de la Grip. Von ihr weiß ich, dass sie hart arbeitet, quasi für ihre Firma lebt, um die Anerkennung ihrer ach so tollen Familie kämpft (nein, das hat sie meiner Meinung nach definitiv nicht nötig, ganz und gar nicht) und deswegen alles dran setzt einen Deal auszuarbeiten, der ihrer Firma und auch nicht zuletzt ihrer Familie hilft. Natürlich hat sie mich auch dezent an Ana Steele erinnert, so in der Art, kleines graues Mäuschen entdeckt wie fantastisch es sein kann mit dem richtigen Mann zu Schlafen…
Das war überhaupt so eine Sache die mich hier richtig gestört hat, denn es gab ständig blitzweise Gegebenheiten, die mich an andere Werke erinnert haben. Darunter wie schon erwähnt ‚Shades of Grey‘, ‚Romeo und Julia‘ und auch ‚Krieg und Frieden‘. Wenn es dann auch noch gut umgesetzt worden wäre, hätte ich persönlich nichts dagegen gehabt, aber ich fand, es wurde definitiv gern mal zwischendurch was eingeflochten um Pepp reinzubringen.
Die ganze Finanzgeschichte wurde dazu noch tierisch in den Vordergrund gerückt, sodass es nervend rüberkam und eher als Herzstück des Romans gesehen werden muss. Ich mein klar, es ist für alle Parteien die Erwähnung finden wichtig, aber, wenn man selbst in dieser Branche nicht ansässig ist, wird es für den normalen Leser schnell langweilig und auch langatmig. Auch das war wirklich ein Problem für mich, es passierte sehr wenig und die Gedanken der Protagonisten gingen irgendwann auch nur noch in eine Richtung, die jedoch wieder durch die Finanzgeschichte abgeflacht worden ist.
So gesehen war es für mich eine Art Buch-Katastrophe, denn ich hatte mich hier wirklich sehr durch die wirklich schöne Kampagne des Verlages auf dieses Buch gefreut gehabt. Dennoch ein großes Dankeschön, dass ich es als Rezensions-Exemplar erhalten habe an dieser Stelle.
Was die Punkte betrifft, möchte ich hier nur 3 Stöberkisten vergeben, denn es hat mich so gar nicht vom Hocker gerissen und ich habe irgendwann einfach nur noch versucht dieses Buch nicht lesen zu müssen, bis ich es abgebrochen habe. Dieses mal keine Empfehlung meinerseits für euch.

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