Sonntag, 23. August 2015

Rezi - Die Feenjägerin von Elizabeth May

Inhalt:
Schön, talentiert und tödlich – Aileana Kameron hat nur ein Ziel: die Feen, die ihre Mutter getötet haben, zur Strecke zu bringen
Ballsaison im Edinburgh des Jahres 1844: Jeden Abend verschwindet die junge und bildschöne Aileana Kameron für ein paar Stunden vom Tanzparkett. Die bessere Gesellschaft zerreißt sich natürlich das Maul über sie, aber niemand ahnt, was die Tochter eines reichen Marquis während ihrer Abwesenheit wirklich tut: Nacht für Nacht jagt sie mithilfe des mysteriösen Kiaran die Kreaturen, die vor einem Jahr ihre Mutter getötet haben – die Feen. Doch deren Welt ist dunkel und tückisch, und schon bald gerät Aileana selbst in tödliche Gefahr ...

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453316096
ISBN-13: 978-3453316096
Originaltitel: The Falconer-Trilogy Book 1
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,5 x 20,5 cm

Meine Meinung:
Bei diesem tollen Buch wurde ich des Öfteren schon darauf hingewiesen, dass ich es unbedingt lesen muss. Gesagt und getan und ich wurde nicht enttäuscht, denn es ist wirklich gelungen und man bekommt endlich mal eine Sicht auf Feen, wie man sie noch nicht kennt. Nämlich als blutrünstige Monster, die nach dem Blut und dem Leben der Menschen trachten und die nur von einigen besonders begabten Menschen gejagt werden können.
Aileana ist so ein Mensch und dennoch fühlt sie sich immerzu hin- und hergerissen zwischen der Etikette ihres Standes und der Rache. Ich finde allerdings auch, dass sie ein bisschen verloren wirkt, da sie zwischen beiden Welten steht und nicht weiß, wie sie damit umgehen soll. Dennoch schlägt sie sich wirklich gut, vor allem wenn man bedenkt, dass sie mit Feen zusammenarbeitet, die ihr so ziemlich oft nur Halbwahrheiten erzählen.
Einer davon ist Derrik, der betrunken wird, sobald er Honig futtert. Genau das fand ich besonders niedlich, auch wenn er ein Charakter ist, den man einfach nur liebhaben muss. Ich möchte auch eine solche Fee haben, ganz unbedingt, denn er ist ein wirklich genialer Beschützer, wenn auch mit einer überaus dreisten großen Klappe, dafür das er nur so groß ist, dass er bequem auf der eigenen Schulter Platz findet.
Anders ist Kiaran. Er ist derjenige, mit dem Aileana trainiert und der sie auch zu beschützen versucht. Jedoch auf seine eigene Art, was ihn aber umso interessanter macht, dennoch hält er sowohl Aileana, als auch den Leser selbst bewusst von sich fern, was ich schade finde, aber ich erhoffe mir doch, dass sich das noch ändern wird.
Richtig gepunktet hat das Buch vor allem mit der richtig tollen, durch Steampunk inspirierten Kulisse, denn das mag ich wirklich sehr. Mir dann vorzustellen, wie die verschiedenen Gerätschaften auch aussehen ist unglaublich schön und auch gelungen wie ich finde, auch wenn ich bei einigem selbst vorher gegoogelt habe, um überhaupt eine Vorstellung zu bekommen.
Was mir jedoch nicht so gut gefallen hat, waren die recht langatmigen Abschnitte und die vielen Wiederholungen, das hat mir da ein wenig meinen Lesefluss genommen, bzw diesen abgebremst.
Alles in allem ist es ein guter Auftakt geworden, der von mir gelungene 7 Stöberkisten erhält.
Das Einzige, was mir hier gefehlt hatte, war eine Gälisch-Deutsch-Übersetzung.
Dennoch empfehlenswert, für all diejenigen, die gern Romane über Feen lesen und vor allem für Liebhaber von Steampunk interessant.

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