Freitag, 17. Juli 2015

Rezi - Immer wieder das Meer von Natasa Dragnic

Inhalt:
Wenn drei Schwestern einen Mann lieben …
Am Ende wird der italienische Dichter Alessandro Lang eine der drei Schwestern Alessi zum Altar führen. Aber welche: Roberta, die älteste, die er vor dem Fresko der schwangeren Madonna in einer toskanischen Kapelle kennenlernt, die Medizin studiert, nach San Francisco zieht und darunter leidet, kein Kind zur Welt zu bringen? Lucia, die erfolgreiche Bankerin, die ihn bei einer Lesung in Florenz anspricht und ihm nicht verrät, wer sie ist? Oder aber die jüngste, Nannina, die als Übersetzerin in München mit ihrem unehelichen Kind lebt? Die drei Frauen lieben und hassen, unterstützen und belügen einander, schweigen sich an und kehren trotzdem immer wieder nach Hause zurück, zu den Eltern und zum Meer. Aber nur eine wird Alessandros Braut: Werden die beiden anderen ihr das je verzeihen?

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344274928X
ISBN-13: 978-3442749287
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2,9 x 19,1 cm

Meine Meinung:
Zuerst einmal ein riesengroßes Dankeschön an den Verlag für dieses Rezensions Exemplar, ich habe mich wirklich sehr gefreut. Die Geschichte dieses Buches klang als Klappentext ziemlich toll, weswegen es mich auch sehr interessiert hatte, aber das Cover allein ist schon toll. Man sieht zwei Menschen angedeutet, deren Blick offensichtlich aufs Meer geht. Die Rolle des Meeres spielt hier auch eine besonders große Rolle, denn für jede Person hat es eine wirklich spezielle Bedeutung, aber in einem sind sich alle einig:
Das Meer bedeutet ihnen Heimat.
Zu Anfang begann das Buch auch richtig gut, ich kam direkt hinein und war auch begeistert. Allerdings hielt das nicht sehr lange an, sodass es sich zu ziehen begann, was ich sehr schade fand, denn das Buch an sich hat wirklich Potential aufgewiesen. Die Figuren selbst haben es lebendig werden lassen.
Roberta, die Älteste, mochte ich jedoch nicht so wirklich, da sie mir persönlich zu unnahbar war. Lucia, die Mittlere, mochte ich aufgrund ihres großen Verschleißes an Männern so gar nicht, denn sie war eher sowas wie eine „Schlampe-aus-Überzeugung“ womit ich schon im echten Leben nichts anfangen kann. Somit war ich bei ihr direkt voreingenommen. Einzig die Jüngste der Schwestern konnte ich in mein Herz schließen. Nannina ist es, die einen Weg geht, der Mut macht und dennoch voller Traurigkeit ist. Gut jede der Figuren geht einen solchen Weg, was es irgendwie gleich macht, wenn ich so recht überlege.
Den Dichter Alessandro empfinde ich als sehr exzentrischen Mann, der die Liebe nicht so wirklich einzufangen schafft. Zumindest im wahren Leben, in seinen Gedichten scheint er das gut hinzubekommen, denn innerhalb des Buches ist er immer wieder auf Reisen, Lesungen, etc anzutreffen. Mein Typ wäre er jedoch nicht muss ich gestehen. Dennoch hat er das Buch irgendwie abgerundet.
Der Schreibstil ist wirklich einmalig, poetisch und locker flockig. Dennoch schafft die Autorin es nicht, den Spannungsbogen zu halten, sondern zwischendurch immer mal wieder Erinnerungen aufkommen zu lassen, die wiederum die gerade aufkommende Spannung meines Erachtens wieder herausnehmen. Man könnte es auch gut mit Ebbe und Flut vergleichen, denke ich, also den Spannungsbogen der Geschichte. Gut, es ist zwar ein Liebesroman, aber ich packe das eher in die Kategorie Sommerroman, denn es liest sich einfach und leicht und spielt zudem in Italien, einem der Sommer-Urlaubs-Ziele schlechthin.
Im Endeffekt war es leichte und schöne Sommerlektüre für mich, nicht mehr und nicht weniger, dennoch gelungen, weswegen ich hier auch gute 5 Stöberkisten vergebe. Mich hat das Buch zeitweise in seinen Bann ziehen können, zeitweise wollte ich aber auch nur so schnell es ging fertig werden. Wenn ihr also was für den Urlaub braucht, dann solltet ihr dieses Buch in jedem Fall kaufen.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen