Montag, 1. Juni 2015

Rezi - Mythos Academy: Frostkuss von Jennifer Estep

Inhalt:
Sie sind die Nachkommen sagenhafter Kämpfer wie Spartaner, Amazonen oder Walküren und verfügen über magische Kräfte. Auf der Mythos Academy lernen sie, mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sie richtig einzusetzen.
  Im Mittelpunkt der Serie steht die 17-jährige Gwen Frost, die über ein außergewöhnliches Talent verfügt: Sie besitzt die »Gypsy-Gabe« – bei der eine einzige Berührung ausreicht, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber was Gwen nicht weiß: Die Studenten werden dort ausgebildet, um gegen den finsteren Gott Loki zu kämpfen. Und obwohl sie der Meinung ist, an der Mythos Academy nichts verloren zu haben, erkennt Gwen bald, dass sie viel stärker ist als gedacht und all ihre Fähigkeiten brauchen wird, um gegen einen übermächtigen Feind zu bestehen.

Informationen zum Buch:
Erschienen am 11.05.2015
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
400 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-28031-0
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Touch of Frost

Meine Meinung:
Ich hab sehr lange gewartet, bis ich letzten Endes doch entschieden habe, dieses Buch zu lesen. Es wurde doch ein wenig gehyped, weswegen mir hier die Entscheidung sehr schwer fiel. Nach endlosem Soll-ich-Soll-ich-doch-nicht-Denken, hab ich mich dann doch entschieden es zu lesen.
Allerdings war der Einstieg sehr schwer zu meistern gewesen.
Man wurde direkt in die Story hineingeworfen, ohne Vorkenntnisse wurden einem dann bereits die ersten Sachen der Geschichte erklärt, sodass mir nicht klar war ob ich denn schon was verpasst habe oder eben nicht. Auf einmal wird man mit allen möglichen Dingen der Mythos Academy überfahren ohne selbst wirklichen Bezug dazu aufbauen zu können.
Zudem ist durch den Schreibstil der Einstieg eher sehr holprig gewesen. Aber da es ein Jugend-Fantasy-Roman ist, denke ich, dass es bis zu einem gewissen Grad dann doch ausreichend war.
Richtig gestört haben mich hier jedoch die vielen Wiederholungen der einzelnen Textpassagen, wie z.B. über ihre Gabe, über die Krieger der Academy und und und…
Das nahm so wirklich kein Ende und man hätte sich dadurch gut und gerne ein paar Seiten sparen können.
Kommen wir mal zur Protagonistin Gwen. Sie ist….nun ja, ich konnte mich nicht mit ihr anfreunden. Die Autorin stellt sie hier als sehr weinerlich dar, was zeitweise auch eine ziemliche Charakterliche Kälte mit sich zu bringen scheint. Ständig macht sie sich selbst für so gut wie alles verantwortlich, will mit niemandem scheinbar wirklich befreundet sein, beschwert sich dann jedoch im gleichen Zug sie hätte ja eh keine Freunde. Aber was ich absolut nicht nachvollziehen konnte, war ihr Antrieb ein Ereignis aufzuklären, was Mythos scheinbar hätte erschüttern sollen, das aber nicht getan hat.
Das war dann wieder etwas, worüber ich nur mit einem Fragezeichen über meinem Kopf vor den Seiten saß und mir nur dachte: Warum?
Auch alle anderen Figuren in dem Buch sind für mich sehr schwammig gehalten. Man erfährt sehr wenig über sie, wahrscheinlich da Gwen selbst die meiste Zeit ihre Mitleids-Phase hatte, und das finde ich sehr schade. So gesehen hab ich eigentlich kaum eine Figur wirklich kennengelernt außer Gwen selbst und auch da kann ich sagen, dass sie kaum wirklich viele Facetten mit sich bringt sondern sich eher fast das komplette Buch über in ihrem Selbstmitleid badet.
Da ja der Name des Buches hier schon verrät, das Mythen mit einbezogen werden, war ich recht gespannt ebendiese zu lesen, allerdings musste ich hier jedoch feststellen, dass so ziemlich alles, was es an Mythen in dieser Welt gibt, einfach mal so ebenzusammengepackt worden ist. Es kam ein Mythologischer-Brei zustande, der zwar immerhin gut erarbeitet worden ist, aber dennoch recht undurchsichtig war. Schnitter, Chaos, Pantheon. Einmal zum Mitnehmen bitte.
So gesehen muss ich dem Buch hier leider mittelmäßige 5 Stöberkisten vergeben.
Das Buch ist durch Gwen so ausgelegt, das die Nerven rapide strapaziert worden sind und ich vieles ehrlich gesagt auch kaum oder gar nicht wirklich habe nachvollziehen können. Auch die Geschichte an sich war nun nicht so spannend, dass ich es wirklich als Tipp würde weiterempfehlen können.
Ein eher kurzweiliges Lesevergnügen mit sehr vielen Stolpersteinchen darin.



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