Donnerstag, 25. Juni 2015

Rezi - Mondherz von Christiane Spies

Inhalt:
Eine Geschichte, so schön wie der Mond
Ungarn im Jahre 1455: Seit Konstantinopel unter dem Ansturm des osmanischen Heers gefallen ist, rücken die Türken unaufhaltsam weiter nach Westen vor. In dieser gefährlichen Zeit lebt die junge Adlige Veronika. Doch es ist nicht der nahende Krieg, der ihr Leben für immer verändert, sondern die Entdeckung, dass in den abergläubischen Geschichten über Magie und Teufelswesen mehr Wahrheit steckt, als sie je hätte ahnen können ...

Informationen zum Buch:
Broschiert: 672 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426508486
ISBN-13: 978-3426508480
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4,2 x 12,4 cm

Meine Meinung:
Ich bin auf dieses Buch durch das wirklich wunderschöne Cover gekommen. Sofort hat es mich in seinen Bann geschlagen und als ich den Klappentext gelesen hatte war für mich klar, dieses Buch muss ich lesen. Also hab ichs mir gekauft und sofort begonnen zu lesen.
Es ist unglaublich gut geschrieben worden, sodass ich direkt in der Geschichte drinnen gewesen bin. Der Schreibstil ist zudem recht anspruchsvoll und das Thema sehr passend gewählt. So fand ich mich in einer mittelalterlichen Geschichte und Werwölfe wieder. Besonders gelungen fand ich hier die Bezüge zu den historisch belegten Textstellen. Das zeigte mir hier, dass sich die Autorin besonders viel Mühe mit der Recherche gegeben hat und genau das bewundere ich sehr. Selbst ich kannte nicht alle historischen Gegebenheiten und so war es umso schöner, dies in einer solchen Geschichte lesen zu können.
Auch die beiden Protagonisten habe ich sofort in mein Herz geschlossen und Gabor und Veronika haben mir ihre Welt gezeigt, wie es nur sie konnten. Beide waren besonders vielschichtig beschrieben und dadurch das sie zum Teil selbst nicht wirklich wussten, woran sie gewesen sind, haben sie sich und mich, als Leserin, selbst in ihre eigenen Gedanken zurück gezogen.
Veronika war für mich die perfekte Besetzung für die weibliche Hautrolle, denn sie ist sowohl eine starke und selbstbewusste Frau, als auch jemand, der eine besonders starke Form der Loyalität vorweist. Denn genau das ist es, was sie mehrfach im Verlauf des Buches zu beweisen wusste.
Gabor hingegen ist ein Mann von einem besonderen Format und ich wusste oft nicht genau, woran ich bei ihm eigentlich gewesen bin. Er war zu jeder Zeit voller Geheimnisse und das hat ihn oft unnahbar erscheinen lassen, auch wenn er selbst oft alles mit seiner Loyalität seinem Volk, den Werwölfen, erklärt hat. Allerdings kam es mir vor, als wäre dies selbst nur eine Ausrede für sich gewesen.
Was für mich jedoch das wirklich schöne gewesen ist, war die zarte Liebesgeschichte, die sich hier entwickelt hat. Es war zu keinem Zeitpunkt übertrieben und dennoch so mitreißend, dass ich unbedingt wollte, dass alles gut ausgeht. Allerdings müsst ihr das schon selbst herausfinden.
Jedenfalls empfehle ich dieses Buch allen, die eine wirklich anspruchsvoll geschriebene Geschichte über Werwölfe lesen möchte und keine Liebesgeschichte im Twilight-Stil sucht.
So komme ich selbst nicht umhin, hier ganze 10 Stöberkisten zu vergeben, denn das hat dieses Buch wirklich mehr als nur verdient.
Mein absolutes Highlight in diesem Monat!


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