Montag, 29. Juni 2015

Rezi - Just Listen von Sarah Dessen

Inhalt:
Annabel Greene: ein Mädchen, das alles hat. Zumindest spielt sie diese Rolle als Model in einem Werbespot für Kopf's Department Store: Musterschülerin, beliebte Cheerleaderin und strahlende Ballkönigin, immer umringt von einem Rudel von Freunden. In Wahrheit jedoch ist Annabel ein Mädchen, das gar nichts hat. Ihre ehemals beste Freundin Sophie hat ihr nicht nur den Rücken gekehrt, sondern auch noch ein hässliches Gerücht über Annabel und Will Cash in die Welt gesetzt. Ein Gerücht, das Annabel verfolgt wie ein böser Traum, weil es das Gegenteil von dem behauptet, was wirklich passiert ist. Und auch zu Hause findet Annabel keinen Halt, solange ihre ältere Schwester die Familie mit ihrer Magersucht tyrannisiert und ihre Mutter nur dann glücklich ist, wenn sie Annabel als Model vermitteln kann.
Doch dann begegnet sie Owen Armstrong, um den in der Schule die meisten einen Bogen machen. Owen, der anders ist als alle, die Annabel kennt - ernst, musikbesessen und absolut wahrheitsliebend. Und jemand, der es sich zur Regel gemacht hat, immer die Wahrheit zu sagen, ungeachtet der Konsequenzen, ist genau der Richtige, um eine emotional Erstarrte wie Annabel aufzurütteln. Ganz allmählich kommt Bewegung in sie, und endlich wagt es Annabel, darüber zu sprechen, was in jener Nacht passiert ist, als Sophie sich von ihr abgewendet hat ...

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423716304
ISBN-13: 978-3423716307
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: Just Listen
Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,2 x 19,3 cm

Meine Meinung:
Zu Anfang war ich unheimlich gespannt zu erfahren, was sich zwischen den Buchdeckeln dieses Sommerschnäppchens befinden würde und hab mit unheimlich viel Elan mit dem Lesen begonnen. Nun ja, was soll ich sagen, ich wurde so ziemlich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Das Ergebnis was wirklich sehr ernüchternd gewesen und ich wurde in eine Geschichte geworfen, der ich nicht wirklich zu folgen wusste.
Es ist aus der Sicht von Annabel geschrieben worden, die uns Leser direkt mit zum ersten Schultag nach den langen Sommerferien mitnimmt. Sie macht ständig Andeutungen, ohne wirklich zu Erklären und verliert sich mitunter sehr im Erzählen von Nebensächlichkeiten, sodass ich, obwohl ich nach knapp 100 Seiten letztlich aufgegeben hab, rein gar nichts von der eigentlichen Handlung mitbekommen habe. Entweder tauchte sie erst wesentlich später auf oder die Geschichte bleibt weiterhin so gefangen in den Nebensächlichkeiten.
Annabel selbst konnte ich als Protagonistin nicht wirklich fassen, da sie kaum etwas von sich selbst preisgab, aber dafür den Blick ständig auf ihre Familie legte. Genau das machte es mir schon zu Anfang sehr schwer, mich in das Buch einfinden zu können. Schon nach dem ersten Kapitel hätte ich es am liebsten schon ganz weit weg gelegt und nie wieder in die Hand nehmen wollen, aber ich hatte noch eine leise Hoffnung, es würde besser werden.
Weit gefehlt, denn es änderte sich wirklich kaum etwas. Was es jetzt genau war, das mich dazu brachte, dieses Buch für mich selbst abzuschließen, kann ich nicht genau sagen. Ob es jetzt an der Protagonistin, ihrer Familie oder den ständigen Andeutungen lag, keine Ahnung.
Ich weiß nur eines: Am Schreibstil liegt es definitiv nicht, denn dieser ist wirklich locker flockig und lässt sich wirklich sehr gut weglesen.
So gesehen kann ich hier leider nur 1 Stöberkiste vergeben, auch wenn es mir in der Seele weh tat, ein Buch überhaupt abbrechen zu müssen, aber wie schon geschrieben hat es mich nicht wirklich packen können, sodass ich mich regelrecht zwang weiter zu lesen.
Wie waren denn eure Erfahrungen mit diesem Buch?

Solltet ihr es nach meiner Rezi dennoch lesen wollen, hier geht´s zum Sommer Special
Hier zum Vergleich noch einmal mit originalem Cover

Kommentare:

  1. hmm, das kann ich gar nicht verstehen. Ich liebe dieses Buch und es ist für mich eines meiner absoluten Lieblinge. Ich konnte mich mit Annabel super identifizieren und ich finde es auch nicht schlimm, wenn sie einem nicht alles sofort auf die Nase bindet. Und auch Owen finde ich wirklich super. Das etwas langsamere Tempo zum Anfang stört mich auch nicht so, da ich dabei das Gefühl habe, so richtig in die Story einzutauchen. Und nur so, die Details sind später fast alle wichtig. Die vielen Andeutungen sind etwas, das dich vielleicht nervt, aber ich finde genau die machen das Buch spannend und interessant.

    Aber gut so ein empfinden ist immer subjektiv und wenn man sich mit Annabel und Owen nicht so richtig identifiziert kann ich verstehen, dass es schwer ist zu lesen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, aber wie schon geschrieben, kam ich damit leider überhaupt nicht so zurecht, wie ich es dachte. Eigentlich finde ich es sehr schade, aber ich möchte mich nicht unbedingt quälen, da ich genau weiß, was ich an Büchern schätze und was nicht. Aber danke für deine Meinung.

      LG
      ~Laura~

      Löschen