Dienstag, 5. Mai 2015

Rezi - Tanz auf Glas von Ka Hancock

Inhalt:
Vielleicht hätten Lucy Houston und Mickey Chandler sich nie verlieben dürfen. Und erst recht nicht heiraten. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Vor vielen Jahren haben sie sich das Versprechen gegeben, keine Kinder in ihre unsichere Welt zu setzen. Als Lucy plötzlich doch schwanger wird, steht nicht nur das Fundament ihrer Beziehung auf dem Prüfstand, sondern auch die Kraft ihrer Liebe.

Informationen zum Buch:
Broschiert: 528 Seiten
Verlag: Knaur TB (14. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426512815
ISBN-13: 978-3426512814
Originaltitel: Dancing on Broken Glass
Größe und/oder Gewicht: 13 x 4 x 19 cm

Meine Meinung:
Zuerst einmal möchte ich mich hier beim Verlag „Droemer Knaur“ bedanken, denn dieses Buch ist eine wahrliche Ode an die Liebe, die alles überwinden kann. Ich hab es so unglaublich gern gelesen und muss noch immer weinen, wenn ich an das Schicksal der beiden Protagonisten denke, aber ich verrate euch davon lieber nicht allzu viel.
Es liest sich sehr leicht, dennoch ist es durch einige Zeitsprünge innerhalb des Buches leicht verwirrend, sodass ich manche Stellen mehrfach lesen musste um sie zu verstehen. Besonders ist hier jedoch, dass es sehr viele Fachbegriffe rund um Medikamente und Krankheiten gibt. Das jedoch ist nicht besonders erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Autorin eine Krankenschwester ist, die sich auf die Psychiatrie spezialisiert hat. So kommen die Probleme der Protagonisten noch genauer und herzergreifender zum Vorschein.
Lucy, die weibliche Protagonistin, hat vor Jahren den Krebs besiegt und aus Angst ihrem Kind dieses Schicksal zu vererben, unterzog sie sich einem Eingriff. Somit sollte es für sie und ihren Mann eigentlich unmöglich sein ein Kind zu bekommen. Dennoch wird sie schwanger und es ist das Glück auf Erden für sie und ihren Mann. Doch leider ziehen darüber dunkle Wolken auf…
Mickey, der männliche Protagonist, ist mir hier besonders ans Herz gewachsen, denn obwohl er weiß, er sollte Lucy nicht lieben und auch alles versucht das zu verhindern, springt er über den Schatten seiner Krankheit und heiratet sie. Was sich für ihn als größtes Glück, das er jemals hätte haben können, herausstellt. Schnell wird klar, dass auch er sehr leidet und zwar an einer bipolaren Störung, weswegen er sich so sehr gegen seine Liebe zu Lucy wehrt. Aber durch das was er dabei für Lucy tut, ist er mir wahnsinnig ans Herz gewachsen.
Es war als wäre ich Lucy und würde mich trotz all der Scherben in Mickey verlieben und ich musste an vielen Stellen fürchterlich weinen, da es so voller Traurigkeit war. ‚Wie viel Leid kann ein einzelner Mensch ertragen? ‘, genau daran musste ich während des Lesens immer und immer wieder denken.
Die Autorin beschreibt hier eine wirklich unglaublich intensive Liebe, die alle Grenzen zu überwinden bereit ist, trotz all dem Schmerz und Leid und die beiden Protagonisten.
Vor allem aber, sticht hier das Cover hervor, denn es zeigt ein sich umarmendes Paar, das sich gegenseitig zu stützen scheint. Beide sind in ihrem eigenen Leid gefangen und können nur durch den Halt des anderen ihr Leid überwinden. Es passt genau zum Inhalt des Buches und ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen, der gern Romane liest, in denen die Liebe mehr als nur greifbar aus den Seiten hervorspringt.
Kommen wir also zu meiner abschließenden Bewertung. Ich hab mich trotz dem so tollen Schreibstil und der unglaublich ergreifenden Geschichte sehr schwer getan hier eine passende Bewertung zu finden, denn leider ist mir auch aufgefallen, dass es viele Wiederholungen gibt. Vor allem was Namen betrifft. Dennoch konnte und wollte ich nicht aus diesem Buch hervorkrabbeln und war trauriger und trauriger, je schneller es dem Ende entgegen ging. Daher habe ich wirklich lange überlegt und mich schließlich für 8 Stöberkisten entschieden.
Lest es, lest es unbedingt!


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