Freitag, 10. April 2015

Rezi - Hüter der Erinnerung von Lois Lowry

Inhalt:
Jonas lebt in einer Welt ohne Not, Schmerz und Risiko. Alles ist perfekt organisiert, niemand muss sich über irgendetwas Sorgen machen, sogar die Berufe werden zugeteilt. Als Jonas Nachfolger des »Hüters der Erinnerung« werden soll, beginnt er eine Ausbildung beim alten Hüter. Und hier erfährt er, welch hohen Preis sie alle für dieses scheinbar problemlose Leben zu zahlen haben. Jonas' Bild von der Gesellschaft, in der er lebt, bekommt immer mehr Risse, bis ihm klar wird, dass er seinen kleinen Pflegebruder Gabriel diesem unmenschlichen System keinesfalls ausliefern möchte. Es bleibt ihm nur die Flucht - ein lebensgefährliches Unterfangen ...

Informationen zum Buch:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423782250
ISBN-13: 978-3423782258
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Originaltitel: The Giver
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 2 x 18,8 cm

Meine Meinung:
Ich hab das begonnen ohne irgendwelche Vorkenntnisse darüber zu haben, allerdings schnell gemerkt, dass der Schreibstil hier unglaublich flach war. Es bekommt fast einen klinisch reinen Charakter, wodurch die Gefühle der Personen nicht so richtig hervortreten konnten und das trotz Ich-Perspektive. Für mich war keine der Figuren wirklich zugänglich oder greifbar.
Es kam mir sogar vor, als würde ich alles durch eine Seifenblase von oben herab betrachten können, ganz ohne wirklich zu begreifen zu können, was die Autorin mir jetzt eigentlich damit sagen möchte.
Jonas, der Protagonist, sticht nicht wirklich hervor. Er trägt keine Eigenschaft an sich, die ihn meiner Meinung nach besonders hervorstechen lässt. So wie er sich an die Regeln hält, die seine Gemeinschaft vorgibt, wird er ein Teil der grauen Masse um ihn herum. Für mich sticht er nicht genug hervor, jedoch sind leider alle Personen so flach gehalten worden.
Eher ein Nachteil für das Buch, denn man hätte durchaus wesentlich mehr daraus machen können.
Auch die Familie von Jonas wurde nicht anders beschrieben und es wurde vor allem wesentlich mehr auf unwichtige Kleinigkeiten eingegangen und der Hauptteil der Geschichte eher außen vor belassen.
So wirkte es auf mich eher unglaubhaft. Als ob die Autorin sich einfach Worte aus den Fingern gesogen hat, die keinerlei Bedeutung für sie selbst haben, jedoch andere erfreuen sollen.
Deswegen habe ich das Buch letzten Endes auch abgebrochen, denn es rief keinerlei Gefühle in mir hervor, ich hab einfach nur gelesen und geblättert und wieder gelesen und wieder geblättert. Fast wie mechanisch. Sicher, ein wenig befremdlich wirkte das Buch auf mich, aber dass es mich so gar nicht vom Hocker reißen könnte, habe ich wirklich nicht gedacht. Irgendwie hatte ich da immer noch die Hoffnung, dass es mal besser werden würde. Jedoch fehlt gänzlich die Spannung und durch die unwichtigen Kleinigkeiten wird alles grundlos in die Länge gezogen.
Definitiv kein Buch das ich empfehlen könnte. Daher vergebe ich hier nur 2 Stöberkisten für das Buch. Wenn ihr andere Erfahrungen mit dem Buch gemacht habt, schreibt es mir doch bitte als Kommentar, evtl. hab ich ja doch was verpasst.


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