Freitag, 27. Februar 2015

Von düsteren Dörfern, Beipackzetteln, Autorität und möderischen Fliegen...

...oder die etwas andere Lesung.


Die Lesung fand am 26.02.2015 in der Buchhandlung Mayersche in Bochum statt. Wie ihr auch schon auf dem Bild sehen könnt, ist es eine recht kleine und gemütliche Bühne, die direkt neben der Esoterik-Abteilung liegt und somit konnte man auch die Düfte der Räucherstäbchen den ganzen Abend über riechen. Ob das jetzt alle gut fanden weiß ich nicht, ich mochte es.


So hab ich mir auch direkt die erste Reihe gesichert, wo man auch einen besonders guten Blick auf das Geschehen hatte, wie ich finde. Die Bühne hatte eine angenehme Atmosphäre eingebracht und war auch recht gut gestaltet. Nicht zu überladen sondern genau richtig. Allerdings ist hier noch die nicht dekorierte Tisch-Variante zu sehen.


So sah es dann letztendlich auch den ganzen Abend über aus. Da es, wie wir erfahren haben, eine Wasserglaslesung gewesen ist, stand auch die ganze Zeit ganz viel Wasser und ein Glas bereit. Aber leider hat der Autor etwas auf sich warten lassen, weswegen auch das Interview ausfiel. Was allerdings nicht schlimm gewesen war, denn alle Fragen wurden auf seiner Website und in der Lesung beantwortet.


Dann endlich, nach gespanntem und langem Warten, ist endlich auch Arno Strobel eingetroffen und hat sich erst einmal eingerichtet. Es dauerte dann schließlich nicht mehr lange und die Lesung konnte beginnen. Da ich zum ersten Mal auf einer seiner Lesungen war, war ich besonders gespannt darauf wie es werden würde.
Würde es eher steif werden?
Ist der Autor auch gut drauf?
Sowas in der Art ging mir dann auch durch den Kopf. Aber hey, immerhin hat er gelächelt, als er ankam.


Und dann 20:15 Uhr ging es schließlich auch pünktlich los(das letzte Bild das ich von ihm machen konnte bevor die Lichter ausgingen). Zuerst hat er ein wenig von sich und aus dem Nähkästchen geplaudert, was ich besonders toll fand, denn er hat alles mit Witz rübergebracht, es war locker und nicht allzu formell. Einfach eine nette kleine Runde wo er mit uns und wir mit ihm haben sprechen dürfen. Dann, als wir ihn näher haben kennenlernen dürfen, hat er ein wenig aus seinem aktuellen Roman Das Dorf vorgelesen. Mir gefiehl hier besonders seine wirklich tolle Erzählstimme, die mir wirklich eine Gänsehaut gezaubert hat, denn er erzählt wirklich mitreißend. Außerdem hat er uns einige seiner Kurzgeschichten vorgelesen, einmal die Autorität, die man als Mann bei einem Kindergeburtstag beweisen muss. Diese Geschichte fand ich sehr amüsant, denn was dort alles passiert ist, war echt lustig und vor allem nachvollziehbar. In der anderen Geschichte ging es um eine Fliege, die jemanden so gereizt hat, dass er sie hat töten wollen, doch sich dadurch selbst zum Tode befördert hat. Auch diese Geschichte war sehr witzig und hat mich sehr an die TV-Sendung "1000 Wege ins Gras zu beißen" erinnert, denn dieser Todesfall hätte auch dort einen kleinen Kurzfilm verdient. Letztlich kamen wir noch in den Genuss eines besonderen Experiments auf das der Autor durch eine Leserin gekommen ist.
Er hat uns doch tatsächlich einen Beipackzettel zu einem (Achtung!!) Abführmittel vorgelesen und zwar so, als wäre es einer seiner Psychothiller! Selten habe ich so gelacht wie da, denn es war echt skurril gut. Es ging so ziemlich allen so mit dem Lachanfall.

Mir hat diese Lesung sehr gut gefallen und ich werde auch zu weiteren seiner Lesungen gehen, sofern sie in meiner Nähe sind. So habe ich auch direkt die Möglichkeit genutzt und mir das Buch Das Rachespiel von ihm signieren lassen.


Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, zu einer seiner Lesungen zu gehen, denn es lohnt sich wirklich!

Vielen Dank für eine so tolle Lesung!!

1 Kommentar:

  1. Bei dem Beipackzettel hab ich mich auch amüsiert. Das hat er wirklich gut gelesen.
    Die Kurzgeschichten kannte ich schon vom letzten Mal.
    Danke für den Bericht :-)

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