Donnerstag, 18. Dezember 2014

Rezi - Unbändig von Courtney Collins

Inhalt:
Australien 1921: Eine Farm steht in Flammen, ein Mann ist tot – und eine junge Frau flieht mit blutverschmierten Händen bei strömendem Regen und peitschendem Sturm in die wilden Berge. Ihr viel zu früh geborenes Kind musste sie zurücklassen. Bald werden Männerbanden ihrer Spur folgen, auf sie ist Kopfgeld ausgesetzt. "Unbändig" erzählt ergreifend und aufwühlend vom Leben, von Freiheit und davon, Frau zu sein.

Informationen zum Buch:
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Droemer TB (1. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426304066
ISBN-13: 978-3426304068
Originaltitel: The Burial
Größe und/oder Gewicht: 13,7 x 2,5 x 21,1 cm

Cover:
Das Cover an sich, ist schon ein Traum. Ein fast unendlicher Sternenhimmel zieht sich über 2 Drittel des Covers und weckt so in mir den Ruf nach einer Freiheit, die mir nur die Sterne bereit sind zu geben. Im unteren Drittel kann man schattenhaft einen Wald und einen steilen Weg nach oben erkennen. Ob es nun eine Anhöhe oder ein beginnendes Gebirge ist, kann ich so nicht sagen, jedenfalls sieht man auch auf dieser erhöhten Stelle eine Frau mit ihrem Pferd entlanglaufen.
Alles in allem ein sehr gelungenes Cover, allein schon deswegen hätte ich dieses Buch unbedingt kaufen wollen.

Mein Eindruck während des Lesens:
Courtney Collins schreibt hier über eine Figur Namens Jessie, die den Wunsch nach Freiheit in sich spürt, so sehr das sie vor ihrem brutalen Ehemann flieht. Kopflos und mit einem Gedanken in ihrem Kopf: Immer weiter, egal wie weit und egal wie lange. Da sie aus einem ‚Zuchthaus‘ kommt befürchtet sie, dass sie diese Freiheit nicht lange wird auskosten können, dennoch ist es dieser Gedanke an ihre eigene Freiheit, der sie während ihres kompletten Weges vorantreiben wird. Leider erlebt sie viele Dinge, die einen anderen Menschen bisher längt gebrochen hätten, nicht aber Jessie.
Ich bewundere diesen Kampfeswillen dieser Frau und noch bewundernswerter finde ich ihre Entscheidungen und die Beschreibungen ihrer Erinnerungen im Verlaufe des Buches.

Meine Meinung:
Bereits ab der ersten Seite dieses Buches war ich so ergriffen, dass ich weinen musste. Es beginnt mit dem wohl schwersten Schlag, den eine Frau verkraften kann. Das Jessie diesen so leicht wegzustecken weiß hat mich sehr für sie eingenommen. Diese Protagonistin ist die wohl stärkste, die ich jemals auf ihrer Reise habe begleiten dürfen, was mich besonders für sie eingenommen hat, da ich es liebe, von starken Protagonistinnen zu lesen. Ihr Wunsch nach Freiheit wurde während ich dieses Buch las auch zu meinem Wunsch. So stark war er. Dazu muss ich loben, dass dieses Buch wundervoll geschrieben ist, voller schöner Zitate und auch sehr schöner Vergleiche.
Hier mal zwei Beispiele:
‚Dies ist alles, was ich weiß: Der Tod ist ein magischer Spiegelsaal, und darin ist eine Tür, und die Tür öffnet sich in beide Richtungen.‘
‚Sternbilder schienen einander zu umkreisen. Er schloss die Augen und sah die Sterne hinter seinen Lidern fallen. Er folgte ihnen in dunkle, schimmernde Seen und fand heraus, dass diese Seen unendlich waren.‘
Solche Zitate lassen einen direkt träumen, obwohl man den Schrecken, der auch die Protagonistin ständig verfolgt, immer zu spüren bekommt, da er niemals wirklich abklingt. Ich finde, dies ist ein besonderer Erstling von Courtney Collins, wobei ich leider an einer Sache wirklich etwas meckern muss. Das Buch ist nun nicht gerade lang, warum also muss man einen Namen, der wirklich so nur einmal vorkommt, immer komplett nennen? Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, dafür müsst ihr es schon selbst lesen, aber ich denke ihr werdet genau wissen, wen ich hier meine.
Aus diesem Grund vergebe ich hier sehr gute 8 Stöberkisten!!

Tipp:
Das perfekte Weihnachtsgeschenk habt ihr gefunden, wenn ihr euch für dieses Buch entscheidet :)

Hab ich dich überzeugt? Sehr gut, hier kommst du zum Kauf! 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen